Auch Grundschüler programmieren mit dem Calliope mini

Calliope mini

Calliope mini

Die Grundschule Grafenwald ist die erste Grundschule in der Stadt, die mit „Calliope Mini“, einer programmierbaren Platine, arbeitet. Dabei kooperiert die Schule mit der Hochschule Ruhr West (HRW).

Mit der kleinen Platine, die mittels Wärmesensor auch als Thermometer eingesetzt werden kann, sollen die Grundschüler das Programmieren lernen. Und das funktioniert. An weiterführenden Schulen schon länger, jetzt auch mit den Zweit- bis Viertklässlern, die schon einen Roboterarm in Gang gesetzt haben.

24 Schüler in drei Gruppen machen mit, berichtete OGS-Leiterin Anne Blome. Trägerin des Offenen Ganztags ist die Awo. Deren Mitarbeiter Jens Hamann leitet den Kurs, der sich freitags trifft. Altersgemischt lernen die Jungen und Mädchen. „Die Teilnahme ist freiwillig“, erklärte Blome, aber das Interesse sei sehr groß. Zwar habe es Bedenken einiger Eltern gegeben, ob das Thema für die Grundschüler nicht zu früh komme. Aber: „Wir haben die Kinder erstmal ausprobieren lassen.“ Offenbar mit Erfolg.

Sehr konzentriert machten sich die Kinder bei der Präsentation daran, dem Chip etwas beizubringen. Von alleine passiere da gar nichts, haben sie schnell festgestellt. „Es ist auch eine Möglichkeit der Begabtenförderung“, nannte Schulleiterin Marie-Luise Schrader einen weiteren Vorteil. Ein anderer liegt in den vergleichsweise niedrigen Kosten: 35 Euro kostet ein Chip, weitere Ausrüstung kommt hinzu. Bei der Finanzierung haben die Volksbank und der Förderverein geholfen. Die pädagogische Arbeit wird durch die städtischen Kooperationsgelder für den Offenen Ganztag finanziert.

Es gehe immer um eine „Wenn-dann-Beziehung“, sagt Tanja Lübbers, Projektkoordinatorin an der HRW. Grundlegende Bausteine der Programmierung sollen die Grundschüler kennenlernen. „Je früher wir damit anfangen, umso besser“, war sie überzeugt. Sie halte es für falsch, dabei im Unterricht auf die immer wieder von der Politik ins Gespräch gebrachte Glasfaser zu warten. Auch mit recht günstigen und schnell zur Verfügung stehenden Mitteln seien Erfolge möglich.

Schulleiterin Schrader rechnet damit, dass das Pilotprojekt Nachahmer findet. Ein Bottroper Grundschulleiter wolle den Kurs besuchen, zudem werde der Calliope bald Thema in einer schulform-übergreifenden Konferenz sein. Lübbers ergänzte, dass es im gesamten Ruhrgebiet nur wenige Grundschulen mit dem Calliope-Chip gebe. Ihr Eindruck: Die Skepsis sei dort häufig noch recht groß. Da sind die Projektbeteiligten in Grafenwald längst ein paar entscheidende Schritte weiter.

Quelle: WAZ Bottrop – Schon Grundschüler können den Roboterarm schwenken

Film Ferien4u

Eine erlebnisreiche Woche mit Ferien4u ist vorbei. Wer dabei war und in Erinnerungen schwelgen möchte oder aber, wer nicht dabei war und einfach mal schauen möchte, was wir so gemacht haben, kann sich das folgende Video anschauen. Der Workshop Filmwerkstatt war die ganze Woche über im Feriencamp unterwegs und hat einen Film gedreht.

 

ferien4u – Technik erleben!

Habt ihr Lust neue Technologien kennenzulernen und auszuprobieren? Dann meldet euch für unser Feriencamp vom 21.08. – 25.08.2017 am Campus Bottrop der Hochschule Ruhr West an. In spannenden Workshops kannst du mit VR-Brillen, Musikinstrumenten oder auch Robotern und 3D-Druckern tiefer in die Themen Informatik, Maschinenbau, Elektrotechnik und Robotik einsteigen.

Wenn ihr in der 8.-13. Klasse seid, in der 6. Ferienwoche noch nichts geplant habt und Interesse an Technik habt, könnt ihr euch ab sofort für unser Feriencamp anmelden.

Dafür müsst ihr nur eine Mail bis zum 31.07.2017 an Insa Larson( mint4u@hs-ruhrwest.de) mit eurem Namen, eurer Schule inklusive Klasse und euren Kontakten schreiben. Wir versorgen euch dann mit allen weiteren Infos zu unserem Feriencamp.

Wir freuen uns auf euch!

SAMMS 2017

Am 1. und 2. Juni 2017 fand die Schülerakademie Mathemathik Münster wieder an der HRW in Bottrop statt.

Girls‘ Day an der HRW

Girls‘ Day an der HRW
Spannende und projektorientierte Angebote am Bottroper und Mülheimer Campus

Mülheim an der Ruhr / Bottrop, 27. April 2016. Der Girls’ Day ist Deutschlands größtes Berufsorien- tierungsprojekt für Mädchen. Auch die Hochschule Ruhr West lud MINT-interessierte Mädchen nach Mülheim an der Ruhr und Bottrop ein. Insgesamt konnten 170 Schülerinnen die Studiengänge der Hochschule kennenlernen und hinter die Kulissen schauen.

HRW_GirlsDay_Campus_Bottrop

Girls‘ Day am HRW Campus Bottrop

Lena (14) hatte zu Weihnachten ein Mikrocontroller-Board „Arduino“ geschenkt bekommen. „Das ei-

ne oder andere funktionierte trotz Handbuch nicht so wie ich wollte. Daher habe ich mich für den

Workshop „Digi4School“ angemeldet“, erklärt die Schülerin vom Freiherr-von-Stein- Gymnasium

aus Oberhausen. Nun programmiert sie mit weiteren elf Mädchen die Mikrokontroller. Sie bauen ein-

fache Schaltungen auf und steuern Speicherbauteile. Nach der Einführung in das binäre Zahlensystem

entwickeln sie die Steuerung für ein Lichtspiel (Lauflicht). Ist alles auf dem Mikrocontroller-Board

„Arduino“ richtig gesteckt, beginnen die LED-Leuchten zu blinken. Wie viel Informatik in der Mo-

dewelt steckt, zeigt der Workshop „StyleMile App“. Mit der App kann der eigene Modegeschmack

mit geteilten Fotos gezeigt werden. Klar, bewertet werden können sie auch.

Wie Selfies und Fotos für Instagram „gepimpt“ werden können, erklärten Informatikstudierende ih-

Instagram-Filter zaubern aus langweiligen Selfies ein cooles Foto! Ob die Fotos dann anders wahrgenommen werden, probierten die Schülerinnen selbst aus.

Mjellna (13), Aleksandra (14) und Antonia (14) vom Max-Planck-Gymnasium Gelsenkirchen-Buer und weitere 12 Schülerinnen programmierten kleine Roboter und ließen sie auf den Fluren des Insti- tuts Informatik herumflitzen und tanzen.

ren Teilnehmerinnen. Denn

Elf Schülerinnen stellten Biodiesel aus Rapsöl, Palmfett und aus altem Pommes-Fett aus der HRW

Mensa her. „Spannend, umweltbewusst und nachhaltig“, darin sind sie die Mädchen einig.

Sehr zufrieden zeigte sich mint4u-Koordinatorin Tanja Lübbers nach diesem spannenden Tag: „Die

Mädchen kamen aus Bottrop, Oberhausen, Gelsenkirchen und waren begeistert von unseren Angebo-

ten. Sie waren überrascht, wie viel Informatik in Themen wie Mode oder in unserem Alltag steckt.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit bedeutet den jungen Mädchen auch immer sehr viel. Daher sind

Workshops, wie aus Rapsöl oder altem Pommes-Fett Biodiesel wird, bei uns stark nachgefragt und

schnell ausgebucht.“ Die Angebote am Bottroper Campus wurden mit dem zdi-Zentrum „mint4u“ ge-

staltet.

HRW_GirlsDay_Campus_Muelheim

Girls‘ Day am HRW Campus Mülheim an der Ruhr

Forschungslabore des Instituts Mess- und Sen- sortechnik anschauen und Anwendungsgebiete für Mikrocontroller aus den Bereichen Medizintechnik,

Robotik, Mechatronik und Elektrotechnik kennenlernen.

Am Mülheimer Campus programmierten Schülerinnen ihr digitales Haustier; ebenfalls mit der Ardu-

ino-Software. Bei Interesse konnten sich die Mädchen

Der Natur auf der Spur waren 15 Mädchen im Institut Maschinenbau und erlebten Bionik im Alltag.

Sie erfuhren mehr über die natürlichen Vorbilder von Drohne, Klettverschluss und Salzstreuer. Außer- dem lernten sie am Computer mehr über die Evolution, indem sie dafür sorgt, dass sich Frösche durch Mimese perfekt an ihre Umgebung anpassen. „Ich wollte mal sehen was es in der Natur sonst so gibt und was man abgucken kann. Im Oktober mache ich an der Hochschule auch ein Praktikum, weil mich der technische und naturwissenschaftliche Bereich sehr interessiert. Was ich werden will, weiß ich noch nicht genau, aber vielleicht was Technisches“, erklärt Manuela (14) vom Gymnasium Heißen ihr Interesse am Workshop.

Im Wirtschaftsinstitut ließen sich die Mädchen vom Strom mitreißen, nämlich dem, den sie selbst mit ihrer Muskelkraft gerudert haben. Danach gab es noch einen Vortrag über die Karrierechancen und- möglichkeiten von Mädchen: Ob Geschäftsfrau, Professorin, Rennfahrerin, Stierkämpferin oder Ma- schinenbauerin – Frauen sind in Männerberufen erfolgreich. Wir sprechen mit euch über Chancen und Nebenwirkungen und loten gemeinsam aus, was ihr für Möglichkeiten habt. Gestärkt und selbstbe- wusster verlässt Lara nach dem Vortrag von Prof. Dr. Olga Hördt den Hörsaal: „Ich fand gut, alles mal aufzuschreiben, was ich gut kann und machen möchte!“

„Etwa 100 Schülerinnen aus Mülheim, Oberhausen und angrenzenden Städten haben die Angebote hier in Mülheim besucht. Viele erklärten, dass sie mal etwas ausprobieren wollten, was sie noch nicht gemacht haben. Manche können sich einen naturwissenschaftlichen Beruf vorstellen. Das bestätigt uns, dass wir auch Mädchen für technische Berufe und Studiengänge begeistern können“, erklärt Insa Larson, zuständig für die mint4u-Angebote an der HRW in Mülheim.

Die Angebote am Mülheimer Campus wurden in Kooperation mit dem zdi-Netzwerk (zdi = Zu- kunft durch Innovation) Mülheim an der Ruhr durchgeführt. „Ziel des zdi-Netzwerkes ist es, Weichen für gut ausgebildete Nachwuchsfachkräfte am Mülheimer Wirtschaftsstandort schon während der Schulzeit zu stellen. Dafür ist es wichtig, Schülerinnen die Scheu vor eher männ- lich dominierten Berufsfeldern zu nehmen“, erklärt Monika Bruckmann das zdi-Engagement für den Girls‘ Day.

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