5-Jahre Junior-Ingenieur-Akademie

ÜBER 60 KARL-ZIEGLER-SCHÜLER*INNEN ENTWICKELTEN MIT HRW UND SIEMENS MODERNE ELEKTROMOTOREN

Mülheim an der Ruhr, Bottrop 16. Februar 2017. Seit über 5 Jahren findet die Junior-Ingenieur-Akademie mit Karl-Ziegler-Schülerinnen und Schülern erfolgreich bei Siemens und an der HRW statt. Über 60 Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich seitdem mit der der Konstruktion, dem Bau und dem Test von Elektromotoren.

2011 beteiligte sich die die Hochschule Ruhr West erstmals gemeinsam mit der Siemens AG Energie Sector (Standort Mülheim an der Ruhr) an der so genannten Junior-Ingenieur-Akademie.

Über 60 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9-10 der Karl-Ziegler-Schule haben seitdem in der Lehrwerkstatt bei Siemens erfolgreich einen Elektromotor konstruiert, gebaut und im HRW Hochschullabor getestet, sowie mit Unterstützung der Hochschule anschließend eine Regelungs- und Steuerungsanlage gebaut. Ziel ist es, den technikbegeisterten Nachwuchs zu fördern und Einblicke in technische Ausbildungsberufe zu vermitteln. Dass dies funktioniert, belegen die guten Anmeldezahlen und das Engagement aller Beteiligten, wodurch das Projekt kontinuierlich weiterentwickelt werden konnte. So wurde die Technik der Motoren ständig optimiert und in diesem Jahr beispielsweise die alte Steuerung durch einen neuen Mikrocontroller (Atmega328) ersetzt, so dass eine einfacherer Programmierung und eine bessere Bedienbarkeit erreicht werden konnte.

„Wir freuen uns, dass das Projekt „Elektromotor“ durch die gute Kooperation aller Beteiligten zum Selbstläufer geworden ist. Projekte wie diese tragen effektiv dazu bei, das Interesse der jungen Leute an der Elektrotechnik und den Naturwissenschaften zu stärken.“, erklärt Prof. Dr. Jörg Himmel, Leiter des Instituts Mess- und Sensortechnik an der Hochschule Ruhr West.

Auch Martin Teuber, Schulleiter der Karl-Ziegler-Schule, ist von den Ergebnissen begeistert: „Seit vielen Jahren unterstützt die Karl-Ziegler-Schule ihre Schülerinnen und Schülern bei der Orientierung zur Studien- und Berufswahl durch praktische Projekte in Kooperation mit Unternehmen und Hochschulen. Dank der Junior-Ingenieur-Akademie bekommen unsere Schülerinnen und Schüler eine gute Möglichkeit, frühzeitig die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erkennen und erleben die Anforderungen, die sie in der Ausbildung oder im Studium erwarten.“

Jörg Rethmeier, Koordinator Schule, Wirtschaft / Hochschule an der Karl-Ziegler-Schule, ergänzt: „Uns ist wichtig, die naturwissenschaftlich interessierten Schülerinnen und Schüler bereits vor dem Eintritt in die Oberstufe für wissenschaftliches Arbeiten zu motivieren. Das Projekt „Elektromotor“ ist dafür besonders gut geeignet, da es auf anschauliche Weise sowohl theoretische, als auch praktische Erfahrungen vermittelt.“

Das Projekt der Junior-Ingenieur-Akademie ist jeweils auf zwei Schuljahre angesetzt. Schülerinnen und Schüler bauen dabei die komplette Ansteuerelektronik für den Elektromotor selbständig auf. Sie stellen Elektronikplatinen her, bestücken sie und nehmen sie in Betrieb. Wenn der Motor fertig ist, werden im Hochschullabor Messungen vorgenommen und über Programmierungen die Steuerungen erprobt.

„Teamfähigkeit und praxisorientiertes Handeln – das sind Dinge, die die Junior-Ingenieur-Akademie den Schülerinnen und Schülern näher bringen soll, denn die jungen Technik-Fans arbeiten in Gruppen am Bau eines Elektromotors. In der Lehrwerkstatt von Siemens schulen sie ihr handwerkliches Geschick für den mechanischen Aufbau und an der Hochschule Ruhr West wird vermittelt, wie man einen Motor elektronisch ansteuert, erklärt Holger Bentler, Ausbildungsleiter Siemens Professional Education.

„Für die Schülerinnen und Schüler ist dieses Projekt eine hervorragende Möglichkeit, frühzeitig ihre technischen Vorlieben und Talente zu entdecken, sei es im mechanischen oder elektronischen Bereich oder etwa auf dem Gebiet der Informatik. Das Kennen der eigenen Fähigkeiten ist wichtig, wenn Sie sich später für ein Studienfach oder eine Ausbildung entscheiden, findet Prof. Dr. Klaus Thelen, Lehrgebiet Analoge und Digitale Schaltungen sowie Mikrocontrollertechnik an der Hochschule Ruhr West.

Über die Junior-Ingenieur-Akademie:

Das Projekt wurde von der Telekom-Stiftung ins Leben gerufen, um junge Menschen für das Berufsbild des Ingenieurs zu begeistern, ihnen den Übergang von der Schule zur Hochschule zu erleichtern und ihre individuellen Kompetenzen zu fördern. Alleinstellungsmerkmale sind die Kooperation von Schule, Wirtschaft und Wissenschaft sowie die feste Verankerung in den Unterrichtsplan. Bundesweit hat sich das Modell bereits an fast 80 Schulen etabliert. Die Junior-Ingenieur-Akademie an der Karl-Ziegler-Schule ist die einzige ihrer Art in Mülheim an der Ruhr. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich neben der Konstruktion, dem Bau und dem Test von Elektromotoren auch mit Themen wie Teambildung, Präsentationstechniken und Kostenrechnung. Weitere Informationen zur Junior-Ingenieur-Akademie gibt es unter: www.telekom-stiftung.de/junior-ingenieur-akademi

In der „Hour of Code“ programmieren Kinder Computerspiele

Bottrop.   In der Projektwoche „Hour of Code“ lernen Kinder das Programmieren. Dabei gestalten sie Welten nach ihren Regeln.

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Die Studenten Susanne Frisse und Stefan Werntges bringen Lennart, Luke und Nils (v. vorne) erste Programmierschritte bei.

Fleißig programmieren Lennart (10), Luke (10) und Nils (9) ihre eigenen Versionen der Spiele „Minecraft“ und „Flappy Bird“. Bis auf Lennart hat keiner der Jungs zuvor ein eigenes Spiel programmiert. „Das schöne ist, dass man nicht nach den Regeln der Spielmacher spielen muss, sondern auch eigene Varianten erfinden kann“, findet Nils. „Ich könnte mir auch vorstellen, dass später mal zu studieren“, erzählt Lennart und Organisatorin Susanne Frisse freut sich, „schon den ersten Nachwuchs für die Hochschule gefunden zu haben“.

Auch später mal in so einem Bereich zu arbeiten, kann sich Lennart gut vorstellen, „denn wenn ich jetzt bald aufs Gymnasium komme, möchte ich auch da den Mint-Schwerpunkt wählen“.

Idee, Planung und Durchführung liegt bei Studenten

Verantwortlich für die Projektwoche „Hour of Code“ an der Hochschule war das Projekt „Mint for you“. Die sogenannten „Mintfächer“ sind Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik und „da haben wir uns gedacht, dass das Programmieren gut in das Programm unserer Hochschule passt“, erklärt die Projektkoordinatorin der HRW Anna Albers. Idee, Planung und Durchführung stamme von Susanne Frisse, die das Angebot zusammen mit ihrem Kommilitonen Stefan Werntges durchführte.

Ziel der „Hour of Code“ sei es, Menschen jeden Alters, aber insbesondere Kindern, das Programmieren von Spielen näher zu bringen. „Wir wollen zeigen, dass Programmieren nicht so trocken und langweilig ist, wie sich das alle immer vorstellen“, erklärt Frisse.

„Hour of Code“ ist ein weltweites Projekt

Mit Unterstützung der beiden Studenten haben die drei Jungs bereits wie richtige Profis ihre Welten bei „Minecraft“ gebaut und freuen sich insbesondere über die Freiheit, erschaffen zu können, was man möchte. „Natürlich ist es auch das Ziel des Projektes, die Kreativität beim Programmieren zu fördern“, so Frisse weiter, „und das findet grade auf der ganzen Welt statt“.

Die „Hour of Code“ sei ein internationales und weltweites Projekt, das von der Organisation code.org 2013 ins Leben gerufen wurde und findet einmal im Jahr in einer Woche zeitgleich überall auf der Welt statt . „In Amerika hat das natürlich wieder andere Ausmaße als hier“, erklärt Frisse, „aber wir wollen das auch gerne im nächsten Jahr wieder anbieten“.

Barack Obama, Ashton Kutcher und Bill Gates werben dafür

Die Durchführung des Projektes sei so geplant, dass Interessierte eine Woche lang eine Stunde pro Tag in das Programmieren eingeführt werden und so spielerisch das Unbekannte entdecken können.

„In Amerika hat das Projekt bereits viele prominente Unterstützer“, erklärt Frisse, „so werben beispielsweise Barack Obama, Ashton Kutcher und Bill Gates dafür.“ Desweiteren wolle man auch das Programmieren als stereotypisch männlichen Beruf abschaffen. „Wir würden uns freuen, wenn Mädchen dazu kommen“, so Frisse, denn auf der Internetseite der Organisation gebe es auch Programme extra für Mädchen, in denen sie sich ihr eigenes Spiel, beispielsweise angelehnt an den aktuellen Film „Die Eiskönigin“, programmieren können.

Programmieren ist auch von zu Hause aus möglich

„Das Schöne ist, dass die Kinder – und auch Erwachsene – zusätzlich von zu Hause aus programmieren können“, erklärt Frisse weiter, dazu müsse man nur die Internetseite code.org aufrufen und könne sich dort mit Hilfe von Anleitungen mit dem Projekt vertraut machen.

Quelle: WAZ

Schüler dürfen selbst Elektro-Autos programmieren

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Schüler nehmen an einem dreitägigen Hochschul-Camp für Technikbegeisterte teil. Brabus stellt Fahrzeuge zur Verfügung. Praxis ist gefragt.

Zwei schwarze, glänzende Limousinen hat jemand im kleinen Technikum an der Hochschule Ruhr West (HRW) geparkt. Kabel führen zu den Tischen drumherum. An den mit Computern und Steuergeräten ausgestatteten Arbeitsplätzen: 13 programmierbegeisterte Schüler aus ganz NRW, die gerade Signale auslesen und auf einer Schallplatte sichtbar machen.

Ist zum Beispiel die Warnblinkanlage am Auto aktiv, so leuchtet auf dem Schülertisch ein Lämpchen auf. Die Fahrzeuginformationstechnik ist das große Thema beim dritten Camp „Smart Cars – Autotechnologie 2.0“, an dem Zöhlinge von Mint-EC-Mitgliedsschulen aus Geseke, Essen, Hagen, Münster, Schwerte, Wuppertal und vom Josef-Albers-Gymnasium (JAG) teilnehmen.

Sie genießen das Camp

Mint steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik;  EC ist die Abkürzung für Excellence Center. Acht Prozent der Gymnasien bundesweit tragen dieses Zertifikat, erläutert Florian Wältring, Mint-Koordinatur am JAG. „Die Schüler hier gehören zur Spitze“, sagt er.

Und sie genießen das dreitägige Camp ganz offensichtlich, das am Montag mit einer Werksführung bei Brabus begann. Der Automobiltuner hatte die Tesla-Modelle für den praktischen Einsatz zur Verfügung gestellt. Brabus-Mitarbeiter Stefan Steinwasser studierte einst selbst an der HRW und betreut den Kurs zusammen mit Jan Eberwein, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Informatik. „Hier im Camp geht es um die Möglichkeit, an einem echten Fahrzeug etwas zu machen“, sagt Steinwasser. „Das Thema Steuergeräte-Programmierung war für die meisten relativ neu.“

Vorgeschmack auf Informatik-Studium

Kilian und Jannik vom JAG finden es reizvoll, praktisch an einem Auto arbeiten zu können. „Das hat eine andere Dimension, als kleine Spiele zu programmieren“, sagt Kilian. An der Schule belegen beide 16-Jährigen den Grundkurs Informatik und den Leistungskurs Mathematik. Auch an der HRW sind die beiden nicht zum ersten Mal. „Ein Informatik-Studium kann ich mir vorstellen“, erzählt Jannik. Ihm schwebt dabei ein duales Studium vor, bei dem er dann schon während der Studienzeit an einem Unternehmen tätig ist.

Als einziges Mädchen ist in diesem Jahr Carlotta aus Schwerte beim Camp dabei. „Es ist natürlich schade, dass ich das einzige Mädchen bin, aber das stört mich nicht. Denn ich finde das Thema interessant“, sagt die 16-Jährige. Als Motorrad-Sportlerin sei sie grundsätzlich an Motoren und Fahrzeugen interessiert. „Und das ist hier ein guter Einblick in die Arbeitswelt.“

Quelle: WAZ

Schüler probieren sich am 3D-Drucker aus

Im Labor der Hochschule Ruhr West konnten die Teilnehmer ihre eigenen Objekte entwerfen. Der Workshop soll den Jugendlichen zeigen, dass ein Studium auch praxisnah sein kann.

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Was viele nur aus dem Fernsehen kennen, durften acht Schüler am Montag hautnah erleben: Bei einem ganztägigen Workshop der Hochschule Ruhr West (HRW) konnten sich Jugendliche aus Hünxeim Bereich 3D-Druck ausprovieren. Dabei wurden sie mit einem Computerprogramm vertraut gemacht, mit dem sie ihre dreidimensionalen Wunschobjekte gestalten konnten – ob Figuren, Handy-Hüllen oder sich selbst – beim Drucken durften die Schüler ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Der Workshop fand im Rahmen des „mint4u“-Projektes im Mitmachlabor FabLab der Hochschule statt, das junge Menschen für technische Studiengänge begeistern möchte. „Die Schüler haben die Möglichkeit mal zu gucken, wie eine Hochschule von innen aussieht und was man als Student so macht“, so Pressesprecherin Beatrice Liebeheim. „Wir wollen zeigen, dass ein Studium hier nicht nur dröge Mathematik, sondern auch praxisnahe Arbeit ist.“ Die 3D-Drucker kommen nämlich in verschiedenen Studiengängen regelmäßig zum Einsatz, um kleinere Objekte, wie zum Beispiel das Gehäuse einer Drohne, zu drucken.

Der Druck kann eine Stunde dauern

„Die Technik muss dahinter muss man sich wie bei einer Heißklebepistole vorstellen“, erklärt Frederik Sandner, Mitarbeiter im Labor. „Die Daten werden vom PC auf den Drucker übertragen, dann wird das Material erhitzt und aufgeschmolzen. Es wird dann in der gewünschten Form aufgetragen und abgekühlt.“ Ein Druck kann dabei bis zu einer Stunde dauern.

Die 17-jährige Schülerin Merle Raphael hat für ihren Druck einen Roboter entworfen. Sie selbst weiß noch nicht, ob sie später etwas im technischen Bereich machen möchte, kam aber auf Anhieb mit dem Computerprogramm klar. „Wenn man es einmal kennengelernt hat, dann klappt es“, sagte sie. „Es hat keine viertel Stunde gedauert, die Figur zu entwerfen. Wenn man aber was Kompliziertes macht, kann das sicher länger dauern.“

Während Merle wartet, bis ihr Roboter gedruckt wird, probiert Schülerin Franziska Hinnemann eine Virtual Reality-Brille aus – denn das Kennenlernen dieser Technologie ist ebenfalls Teil des Workshops. Mithilfe von Kopfhörern und einer Fernbedienung bekommt Franziska durch die Brille das Gefühl sich in einem Computerspiel zu befinden. Ein Bildschirm zeigt, was die Schülerin gerade sieht: Mit Pfeil und Bogen steht sie in einem Labor und schießt auf eine Zielscheibe. „Man denkt, dass man wirklich in diesem Raum steht. Das ist sehr nah an der Realität dran“, so die 17-jährige. „Aber auch die 3D-Drucker waren interessant, weil man am Ende sein fertiges Produkt vor Augen hatte.“

Damit spricht Franziska nicht nur für sich, auch den anderen Teilnehmern hat es gefallen. „Solche Workshops kommen bei den Schülern immer gut an“, so Liebeheim. „Ich hoffe, dass dadruch die Hemmschwelle sinkt, sich später für solche Bereiche zu begeistern.“

 

Quelle: WAZ

Hour of Code – Programmieren für Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse

Computer sind in unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Um Programmierung für alle Menschen greifbar zu machen, wurde die Hour of Code ins Leben gerufen. Während der weltweiten Hour of Code soll jeder die Möglichkeit bekommen eine Stunde programmieren zu lernen.

Am 09.12. findet die Hour of Code an der HRW in Bottrop statt. 15 Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen die Möglichkeit eine Stunde spielerisch unter Anleitung erste Programmierkenntnisse zu erwerben.

Während die Kinder programmieren, gibt es für die Eltern eine kleine Führung durch die modernen Labore der Hochschule.

Anmeldungen bis 2.12 an Anna Albers (anna-kristin.albers@hs-ruhrwest.de 0208 88254-160)

Wann? 9.12, 15 Uhr (Dauer ca. bis 16.30 Uhr)

Für wen? 15 Schülerinnen und Schüler (Klasse 4)

Wo? Campus Bottrop, Beginn im Eingangsfoyer

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