Mint4Mädchen 2020

Mülheim an der Ruhr, Bottrop März 2020. Im November 2019 startete die Hochschule Ruhr West zusammen mit den zdi-Zentren Bottrop und Oberhausen ein attraktives Programm für MINT-interessierte Mädchen. Etwa 15 Mädchen nehmen über 8 Monate praktische Angebote in den Natur- und Ingenieurwissenschaften wahr. Die Inhalte werden mit den Interessen der Mädchen abgestimmt, sodass diese sich im Laufe des Projektes eigene Angebote aussuchen können. Durch das Programm sollen weibliche Nachwuchskräfte in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik gefördert und begeistert werden. Ziel ist es, die Mädchen bei ihrer späteren Berufs-, Studien- oder Ausbildungswahl im MINT-Bereich zu unterstützen.

Im November letzten Jahres begann das Mint4Mädchen Projekt mit dem Workshop „DIY-E-Wearables“. Die Schülerinnen nähten Kleidungsstücke, Accessoires oder Alltagsgegenstände wie Einkaufsbeutel mit intelligenten Funktionen und individuellen Designs. Sie planten, nähten, entwickelten die Schaltung, sodass sie am Ende des Workshops ihr eigenes Wearable mit selbstentwickelten Funktionen hatten. Den Schülerinnen wurde gezeigt, wie kreativ sich Elektronik und Informatik anwenden lassen.

Im Dezember haben die Mädchen im Workshop „Brücken bauen“ Leonardo Brücken gebaut. Am Morgen wurden große Brücken konstruiert, die von den Mädchen auf ihre Stabilität getestet wurden, indem sie über die Brücke liefen. Später wurden in einem Wettbewerb in Gruppen eigene kleine Brücken gebaut und mittels eines Druck-Zugkraft-Messgeräts die maximale Kraft getestet, bis die Brücke brach. Die Gruppe mit der Brücken-Konstruktion, die dem größten Druck standgehalten hatte, gewann den Wettbewerb.

Im Januar begann das neue Jahr mit dem Workshop „Feinstaubmessung“. Die Schülerinnen haben ein Feinstaubmessgerät gebaut und dieses programmiert. Durch eine Anleitung lernten die Schülerinnen, welche Technik für ein solches Messverfahren nötig ist, wie es funktioniert und wie Messskalen programmiert werden. Am Ende wurden verschiedene Orte auf ihre Feinstaubkonzentration hin getestet, die Ergebnisse diskutiert und eingeordnet. Die Schülerinnen erhielten erste Eindrücke, mit welchen Fragestellungen sich innerhalb der Energie- und Umwelttechnik befasst wird und wie mögliche Lösungen aussehen können.

Im Februar wurde der Kreativität der Mädchen im Workshop „3D-Druck“ im IoT-Labor der HRW keine Grenzen gesetzt. Nach einer ausführlichen Einführung in die CAD-Software sollten die Schülerinnen in Versuchen eigenständig eine 3D-CAD-Zeichnung mittels der erläuterten Software erstellen. Kreativität war gefragt, denn die Mädchen konnten im nächsten Schritt eigene Werkstücke zeichnen und hatten die Gelegenheit, diese im Anschluss durch das 3D-Druckverfahren selbst herstellen zu lassen. Die Schülerinnen konnten die Werkstücke mit nach Hause nehmen und gewannen spannende Einblicke in die Welt des Ingenieurwesens.

Durch den Ausbruch des Coronavirus verzögern sich aktuell leider die weiteren Veranstaltungen für die Mädchen. Die Themen für die nächsten Workshops konnten sich die Mädchen jedoch bereits aussuchen. So ist ein Workshop zur Mathematik „Mathe mal anders“ sowie aus dem Bereich der Medizintechnologie geplant. Mit dem Programm „MINT4Mädchen“ bietet die HRW den Teilnehmerinnen ein umfangreiches Programm zur beruflichen Orientierung. Studentinnen, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Professorinnen aus den Ingenieurwissenschaften zeigten und zeigen ihre beruflichen Werdegänge und dienen als Vorbilder. Susanne Staude, Präsidentin der HRW, die selbst Ingenieurin ist, unterstützt das Projekt tatkräftig, um ihren Wunsch, „nach mehr Kolleginnen“ zu erfüllen.

Ansprechpartnerin für interessierte Mädchen ist Insa Larson – erreichbar per E-Mail
() oder per Telefon (0208/ 882 54 163)
Informationen zu weiteren Veranstaltungen für Schüler*innen finden Sie unter www.mint4u.de