In der „Hour of Code“ programmieren Kinder Computerspiele

erstellt am: 14.12.2016 und zu finden in: Uncategorized

Bottrop.   In der Projektwoche „Hour of Code“ lernen Kinder das Programmieren. Dabei gestalten sie Welten nach ihren Regeln.

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Die Studenten Susanne Frisse und Stefan Werntges bringen Lennart, Luke und Nils (v. vorne) erste Programmierschritte bei.

Fleißig programmieren Lennart (10), Luke (10) und Nils (9) ihre eigenen Versionen der Spiele „Minecraft“ und „Flappy Bird“. Bis auf Lennart hat keiner der Jungs zuvor ein eigenes Spiel programmiert. „Das schöne ist, dass man nicht nach den Regeln der Spielmacher spielen muss, sondern auch eigene Varianten erfinden kann“, findet Nils. „Ich könnte mir auch vorstellen, dass später mal zu studieren“, erzählt Lennart und Organisatorin Susanne Frisse freut sich, „schon den ersten Nachwuchs für die Hochschule gefunden zu haben“.

Auch später mal in so einem Bereich zu arbeiten, kann sich Lennart gut vorstellen, „denn wenn ich jetzt bald aufs Gymnasium komme, möchte ich auch da den Mint-Schwerpunkt wählen“.

Idee, Planung und Durchführung liegt bei Studenten

Verantwortlich für die Projektwoche „Hour of Code“ an der Hochschule war das Projekt „Mint for you“. Die sogenannten „Mintfächer“ sind Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik und „da haben wir uns gedacht, dass das Programmieren gut in das Programm unserer Hochschule passt“, erklärt die Projektkoordinatorin der HRW Anna Albers. Idee, Planung und Durchführung stamme von Susanne Frisse, die das Angebot zusammen mit ihrem Kommilitonen Stefan Werntges durchführte.

Ziel der „Hour of Code“ sei es, Menschen jeden Alters, aber insbesondere Kindern, das Programmieren von Spielen näher zu bringen. „Wir wollen zeigen, dass Programmieren nicht so trocken und langweilig ist, wie sich das alle immer vorstellen“, erklärt Frisse.

„Hour of Code“ ist ein weltweites Projekt

Mit Unterstützung der beiden Studenten haben die drei Jungs bereits wie richtige Profis ihre Welten bei „Minecraft“ gebaut und freuen sich insbesondere über die Freiheit, erschaffen zu können, was man möchte. „Natürlich ist es auch das Ziel des Projektes, die Kreativität beim Programmieren zu fördern“, so Frisse weiter, „und das findet grade auf der ganzen Welt statt“.

Die „Hour of Code“ sei ein internationales und weltweites Projekt, das von der Organisation code.org 2013 ins Leben gerufen wurde und findet einmal im Jahr in einer Woche zeitgleich überall auf der Welt statt . „In Amerika hat das natürlich wieder andere Ausmaße als hier“, erklärt Frisse, „aber wir wollen das auch gerne im nächsten Jahr wieder anbieten“.

Barack Obama, Ashton Kutcher und Bill Gates werben dafür

Die Durchführung des Projektes sei so geplant, dass Interessierte eine Woche lang eine Stunde pro Tag in das Programmieren eingeführt werden und so spielerisch das Unbekannte entdecken können.

„In Amerika hat das Projekt bereits viele prominente Unterstützer“, erklärt Frisse, „so werben beispielsweise Barack Obama, Ashton Kutcher und Bill Gates dafür.“ Desweiteren wolle man auch das Programmieren als stereotypisch männlichen Beruf abschaffen. „Wir würden uns freuen, wenn Mädchen dazu kommen“, so Frisse, denn auf der Internetseite der Organisation gebe es auch Programme extra für Mädchen, in denen sie sich ihr eigenes Spiel, beispielsweise angelehnt an den aktuellen Film „Die Eiskönigin“, programmieren können.

Programmieren ist auch von zu Hause aus möglich

„Das Schöne ist, dass die Kinder – und auch Erwachsene – zusätzlich von zu Hause aus programmieren können“, erklärt Frisse weiter, dazu müsse man nur die Internetseite code.org aufrufen und könne sich dort mit Hilfe von Anleitungen mit dem Projekt vertraut machen.

Quelle: WAZ

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