Schüler dürfen selbst Elektro-Autos programmieren

erstellt am: 09.12.2016 und zu finden in: Uncategorized

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Schüler nehmen an einem dreitägigen Hochschul-Camp für Technikbegeisterte teil. Brabus stellt Fahrzeuge zur Verfügung. Praxis ist gefragt.

Zwei schwarze, glänzende Limousinen hat jemand im kleinen Technikum an der Hochschule Ruhr West (HRW) geparkt. Kabel führen zu den Tischen drumherum. An den mit Computern und Steuergeräten ausgestatteten Arbeitsplätzen: 13 programmierbegeisterte Schüler aus ganz NRW, die gerade Signale auslesen und auf einer Schallplatte sichtbar machen.

Ist zum Beispiel die Warnblinkanlage am Auto aktiv, so leuchtet auf dem Schülertisch ein Lämpchen auf. Die Fahrzeuginformationstechnik ist das große Thema beim dritten Camp „Smart Cars – Autotechnologie 2.0“, an dem Zöhlinge von Mint-EC-Mitgliedsschulen aus Geseke, Essen, Hagen, Münster, Schwerte, Wuppertal und vom Josef-Albers-Gymnasium (JAG) teilnehmen.

Sie genießen das Camp

Mint steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik;  EC ist die Abkürzung für Excellence Center. Acht Prozent der Gymnasien bundesweit tragen dieses Zertifikat, erläutert Florian Wältring, Mint-Koordinatur am JAG. „Die Schüler hier gehören zur Spitze“, sagt er.

Und sie genießen das dreitägige Camp ganz offensichtlich, das am Montag mit einer Werksführung bei Brabus begann. Der Automobiltuner hatte die Tesla-Modelle für den praktischen Einsatz zur Verfügung gestellt. Brabus-Mitarbeiter Stefan Steinwasser studierte einst selbst an der HRW und betreut den Kurs zusammen mit Jan Eberwein, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Informatik. „Hier im Camp geht es um die Möglichkeit, an einem echten Fahrzeug etwas zu machen“, sagt Steinwasser. „Das Thema Steuergeräte-Programmierung war für die meisten relativ neu.“

Vorgeschmack auf Informatik-Studium

Kilian und Jannik vom JAG finden es reizvoll, praktisch an einem Auto arbeiten zu können. „Das hat eine andere Dimension, als kleine Spiele zu programmieren“, sagt Kilian. An der Schule belegen beide 16-Jährigen den Grundkurs Informatik und den Leistungskurs Mathematik. Auch an der HRW sind die beiden nicht zum ersten Mal. „Ein Informatik-Studium kann ich mir vorstellen“, erzählt Jannik. Ihm schwebt dabei ein duales Studium vor, bei dem er dann schon während der Studienzeit an einem Unternehmen tätig ist.

Als einziges Mädchen ist in diesem Jahr Carlotta aus Schwerte beim Camp dabei. „Es ist natürlich schade, dass ich das einzige Mädchen bin, aber das stört mich nicht. Denn ich finde das Thema interessant“, sagt die 16-Jährige. Als Motorrad-Sportlerin sei sie grundsätzlich an Motoren und Fahrzeugen interessiert. „Und das ist hier ein guter Einblick in die Arbeitswelt.“

Quelle: WAZ

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