Ein Windrad aus dem 3D-Drucker

erstellt am: 22.01.2016 und zu finden in: Uncategorized

An drei Terminen im Januar haben 12 Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Welheim das FabLab der Hochschule Ruhr-West besucht. Dort bauten sie ein eigenes kleines Windrad.

Die Schülerinnen und Schüler der 10 B sitzen konzentriert in Kleingruppen vor den Computern und zeichnen die Rotorblätter ihres Windradmodels. Es bleiben ihnen nur noch wenige Stunden, bis sie ein kleines Rad aus Holz betrieben mit einer Solarzelle in Händen halten sollen. Der Zeitdruck aber auch die spannende Atmosphäre tragen wahrscheinlich gleichermaßen zu der Konzentration bei. Gearbeitet wird im sogenannten FabLab.

Das FabLab ist ein perfekter Ort für Tüftler und zum Experimentieren. Es ist eines von deutschlandweit 21 FabLabs, wie die offene Werkstatt genannt wird. Die Abkürzung steht für fabrication laboratory, also Fabrikationslabor. Ein FabLab soll ein offener Raum sein für Privatpersonen, Schüler und andere, die in die Welt der Produktionstechnik eintauchen wollen.

In Bottrop stehen neben einem Laser-Cutter fast zehn 3D-Drucker für die Besucher bereit. Diese beiden Maschinen nutzen auch die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Welheim. Zuerst lernten sie den Umgang mit beiden Geräten und bauten Schlüsselanhänger. Im zweiten Schritt konstruierten sie nach Anleitung das Windrad, das teilweise aus geschnittenem Holz und teilweise aus Plastikelementen, die im 3D-Drucker entstanden, besteht.

Ronald Küstner (unterrichtet Technik an der Hauptschule) ist begeistert: „Wir wollen die Kooperation auf jeden Fall weiterführen!“ Auch Prof. Dr. Schäfer (Leiter des FabLabs) findet das Projekt gelungen: „Es ist wichtig, dass die Jugendlichen im Labor praktische Erfahrungen machen können. Der direkte Kontakt zu Studierenden, Professoren und der Besuch vor Ort an der Hochschule bauen Hemmungen und Ängste ab. Zudem können solche Projekte auch eine echte Motivation für die Zukunft sein.“

Betreut wurden sie von Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeitern aus dem Team von Prof. Dr. Michael Schäfer sowie dem zdi-Zentrum MINT4u in Bottrop. Die Studierenden haben dabei einen besonders guten Draht zu den Schülerinnen und Schülern. Die Studentin Zahide Yilmaz stellte den Kontakt zur Hauptschule her. Sie unterrichtet dort auch selbst.

Die Koordinierung des Projektes lag bei Anna Albers, der Koordinatorin des zdi-Zentrums: „Die Zusammenarbeit mit der Hauptschule konnten wir im Rahmen unseres zdi-Projektes MINT-Bildungsgerechtigkeit anstoßen. Dieses Projekt unterstützt Bottroper Schulen dabei, attraktiven MINT-Unterricht anzubieten.“

Hier geht es zum Bericht der Hauptschule Welheim.

SONY DSC

Kommentar schreiben

Kommentar